Umrechnung von Zoll in mm

Umrechnung von Zoll in mm

Das internationale und das angloamerikanische Maßsystem

Der Millimeter (mm) ist ein Bestandteil des Internationalen Maßsystems (SI), das mittlerweile fast auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Ab 1875 eingeführt sollte dieses das Wirrwarr nebeneinander verwendeter Größensysteme beseitigen. Es gibt nur noch wenige Staaten, die sich dem nicht angeschlossen haben, sondern weiterhin das angloamerikanische System verwenden. Wie der Name schon sagt, wurde dieses ursprünglich in den Staaten des britischen Commonwealth eingesetzt und ist heute immer noch in den USA, Kanada, Großbritannien, Neuseeland und Südafrika, teilweise neben dem metrischen System gültig. Die meisten dort hergestellten Produkte, vor allem aus den USA, sind auch auf dem internationalen Markt mit den entsprechenden Maßangaben ausgezeichnet.

Längenangaben in Zoll und Millimetern

Im Internationalen Maßsystem werden Strecken basierend auf dem Meter (m) angegeben. Der Meter wurde ursprünglich als der zehnmillionste Teil eines Viertels des Erdumfanges definiert – genau vermessen wurde dafür die Strecke zwischen Barcelona und Dünkirchen. Das daraus berechnete „Urmeter“ aus Platiniridium wird heute noch in Paris aufbewahrt. Allerdings ist die Definition heutzutage noch exakter: Ein Meter entspricht der Strecke, die das Licht unter Vakuum während einer Zeitspanne von 1/299792458 Sekunden zurücklegt.

Mit einer aus dem griechischen abgeleiteten Vorsilbe werden dezimale Vielfache oder Bruchteile davon ausgezeichnet: Ein Kilometer (km) sind tausend, ein Dezimeter (dm) ein Zehntel, ein Zentimeter (cm) ein Hundertstel und ein Millimeter (mm) ein Tausendstel davon.

Etwas komplizierter liegen die Verhältnisse im angloamerikanischen System: Ein Zoll, ursprünglich eine Daumenbreite, im englischen ein Inch (in oder mit dem Kürzel “ abgekürzt), entspricht einem Zwölftel eines Fußes (foot oder ft). Drei Fuß ergeben einen Schritt (Yard oder yd) und 1760 Schritt eine Meile (mile).

Zoll und Millimeter und ihre Verbreitung

Die meisten Längenangaben in der Computerindustrie werden in Zoll gemacht, etwa bei der Bildschirmdiagonalen von Monitoren und den Abmessungen von Festplatten oder Handys. Auch die Auflösung von Bildschirmen wird in dots per inch (dpi) oder pixels per inch (ppi) definiert. Angaben in Zoll oder Millimetern sind vor allem in Industrie und Handwerk verbreitet, etwa bei der Größe von Gewinden, Schrauben oder Rohren. Ebenso werden die amerikanischen Kleidergrößen etwa von Jeans in Inch Bundweite (Waist) und Beinlänge (Length) angegeben, ebenso das Kaliber von Munition oder die Reifengrößen von Autos und Fahrrädern. Dementsprechend steht man öfters vor der Aufgabe, Zoll und Millimeter oder Zoll und Zentimeter ineinander umzurechnen.

Zusammenhang zwischen Zoll und Millimeter

Wie schon von der Startseite her bekannt entspricht ein Zoll 2,54 Zentimetern. Die internationale Zollangabe wurde 1959 auf genau diesen Wert festgelegt, um die zwischen den USA und Großbritannien leicht unterschiedlichen Angaben zu vereinheitlichen. Da ein Zentimeter einem hundertstel und ein Millimeter einem tausendstel Meter entspricht, kann man relativ leicht zwischen diesen Wert hin- und herrechnen:

1 Zoll = 2,54 Zentimeter (cm)
1 Zoll = 25,4 Millimeter (mm)

1 Zentimeter (cm) = 0,393700787401574803149606 Zoll
1 Millimeter (mm) = 0,039370078740157480314960 Zoll

Warum hat ein Zollrohr einen Durchmesser von 33 mm und nicht von 25,4 mm?

Wer daheim schon mal mit der Gas- oder Wasserinstallation zu tun hatte, ist dabei mit Sicherheit auf Größenangaben in Zoll gestossen und stand vor dem Problem der Umrechnung in Zentimeter oder Millimeter. Gerade hier muss man aufpassen, denn ein Rohr mit einer Gewindekennung von einem Zoll hat keinen Außendurchmesser von 25,4 Millimetern, wie man eigentlich vermuten könnte. Das kommt daher, dass die entsprechenden Normen zu Beginn des 20. Jahrhunderts festgelegt wurden. Damals wurde nicht der Außendurchmesser angegeben, sondern aufgrund der damaligen Herstellungsmethoden der für Angaben genauere Innendurchmesser. Zusammen mit der damals technisch machbaren Materialstärke ergab sich ein Außendurchmesser von rund 33 Millimetern. Die Gewinde wurden allerdings nach dem vorhandenen Außendurchmesser berechnet. Heute kann man die entsprechenden Wandungen mit anderen Stahlsorten und Fertigungsmethoden wesentlich dünner gestalten, aber die alten Maßbezeichnungen sind beibehalten worden. Eine Gewindekennung von einem Zoll (1″) entspricht nach DIN-Norm einem Außendurchmesser von mindestens 32,89 mm und maximal 33,25 mm.